13 Learnings für die Jobsuche | Teil 1

Als ich letztes Jahr im Oktober meinen Abgang von AustrianStartups bekanntgegeben haben, waren mir 2 Dinge klar:

1) ich bin auf der Suche nach einer neuen Aufgabe, nicht nach einem Job;

2) ich möchte mir nach 13 Jahren beruflicher Tätigkeit erstmals ausführlich Zeit nehmen, um in Ruhe zu überlegen was mir Spaß macht & ich wirklich machen möchte – nicht wie davor, von einer spannenden Aufgabe in die nächste zu wechseln, ohne innezuhalten.

 

 

 

 

 

 
Inzwischen ist einige Zeit vergangen…

Erst kürzlich bin ich mir bewusst geworden, dass ich mir ca. 85 Unternehmen näher angesehen und mit 50+ Unternehmen Gespräche geführt habe. Dabei habe ich sehr viel erleben & lernen dürfen, war frustriert, aufgeregt, habe Unternehmen verflucht & spannende Aufgaben gefunden, aber keiner der Jobs war das, was ich wirklich machen wollte.
Aber vor allem habe ich einige Learnings gemacht, die ich in alter Social-Media-Nerd-Manier teilen möchte, auch wenn es zum Teil sehr persönliche Erfahrungen sind, die vielleicht der einen oder dem anderen helfen können.

Aber der Reihe nach: rund um den Jahreswechsel von 2016 auf 2017 fokussierte ich meine Energie hauptsächlich auf die Übergabe an meinen Nachfolger und die Absolvierung meiner letzten Uni-Prüfung. Währenddessen hatte ich bereits ein fixes Jobangebot, das sich Mitte Jänner allerdings in Luft auflöste.
Es folgte eine wunderschöne Reise nach Myanmar, und danach die ersten Gespräche mit Freunden, Bekannten und Unternehmen. Ich nutzte diese Gespräche, um herauszufinden, was ich wirklich machen möchte und worin ich vor allem meine Stärken sehe. März – Mai übernahm ich einen Beratungsauftrag, der sich zu einer sehr spannenden & langfristigen Aufgabe hätte entwickeln können – aber leider noch vor der Realisierung vom Auftraggeber eingestellt wurde.

Also stand ich im Juni wieder am Anfang. Nach den Erfahrungen der letzten Monaten hatten sich allerdings schon 7 Learnings in mein Gedächtnis eingebrannt:

1. Beginn’ mit der Suche schon während dem aktuellen Job
Wenn man selber etwas gründet, kann man nicht von heute auf morgen Abschied nehmen: Daher war klar, dass nach der Entscheidung für meinen Weggang der Fokus auf der Suche nach einem Nachfolger und einer ordentlichen Übergabe liegen muss.
Wäre ich allerdings nicht so beschäftigt damit gewesen oder in einem anderen klassischen Job gewesen, hätte ich wahrscheinlich schon währenddessen versucht, bei einem anderen Unternehmen zu unterschreiben.

 

 

 

 

 
2. Karriereportale lieber früher als später verwenden
Beim Durchforsten von zig Plattformen (Karriere.at & Standard in AUT, StepStone & Glassdoor in GER/CH – danke Nina) habe ich sehr viel über mich, Jobs und den Bewerbungsprozess an sich gelernt – vom Beschreiben der eigenen Skills bis zur Übersetzung meiner Wunschtätigkeit in ein Jobprofil. Leider habe ich erst Anfang Juni 2017 damit angefangen, da ich bis zu diesem Zeitpunkt nur in meinem Netzwerk gesucht hatte.

 

 

 

 

 

 


3. Was kannst du & möchtest du wirklich machen?

Auch wenn mir irgendwie schon klar war, worin ich gut bin und was mir Spaß macht, brauchte ich einige Gespräche & Zeit um mein persönliches Anforderungsprofil zu erstellen und meinen eigenen “Pitch” für Gespräche parat zu haben. Je eher man beides hat, umso einfacher ist die Suche nach dem passenden Job.

 

 

 

 

 

 

 


4. Berechne deinen Runway

Je nach persönlicher Arbeitsweise (angestellt, selbstständig, etc) bzw. Einzahlungen, hat man Anspruch auf Arbeitslosengeld oder man hat sowieso ein bisserl Geld auf der Seite. Es ist in jedem Fall ratsam, sich rechtzeitig durchzurechnen, wie lange man auskommt ohne zusätzlich Geld verdienen zu müssen.

 

 

 

 

 

5. Pflege & nütze dein Netzwerk
Meine neue Aufgabe und einige der spannendsten Jobangebote habe ich durch Bekannte & Freunde gefunden. Daher: Das persönliche Netzwerk muss auch Bescheid wissen, dass man zu haben ist! Deshalb: in Gesprächen klar sagen, dass man auf Jobsuche ist und das Gegenüber zu einem Multiplikator machen.

 

 

 

 

 

 

 

6. Know your stuff
Wenn man für ein Gespräch eingeladen wird, sollte man so viel wie möglich über die ausgeschrieben Stelle und das Unternehmen herausfinden, denn von fast jedem Unternehmen wurden mir bereits beim ersten Gespräch sehr spezifische Fragen gestellt.
Am Beginn stehen allerdings noch die Bewerbungsunterlagen, die am besten von 4-6 Augen gegengecheckt werden sollten – just in case, oder zur Ermunterung, den notwendigen “Pep” im Lebenslauf herauszuarbeiten (auch optisch).

 

 

 

 

 

7. Stay true to yourself 
Auch wenn es nach dem schlimmsten Klischee klingt, hat es sich für mich in jedem Fall bewährt. Ich habe mich nicht verstellt oder verbogen, gesagt was ich denke und auch klar kommuniziert wenn ich in den Bewerbungsgesprächen anderer Meinung war. Nur so war es möglich herauszufinden, ob der Job zu mir passt. Und noch viel wichtiger: ob ich zum Job passe und mir vorstellen kann, die nächsten Jahre darin zu verbringen.

 

 

 

 

Morgen folgt der 2. Teil und dann werde ich auch bekanntgeben, bei welchem Unternehmen ich kürzlich angefangen habe ;-).

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